Während einer kurzen Blütezeit im Hochmittelalter schafften geschickte Baumeister das Kunststück, aus gewaltigen Gletscherfindlingen mächtige Türme zu formen. Von den schweizweit zehn sogenannten Megalith-Türmen zählt der Bergfried von Frauenfeld zu den herausragenden Beispielen einer Ausnahmephase der spätromanischen Stilepoche. Wir kennen sie vielleicht aus der Kindheit, die Findlinge der Schweiz. Im Feld, im Wald, in Wiesen oder in der Stadt liegen die oftmals tonnenschweren Brocken halb in der Erde. Betrachtet werden sie mit einer gewissen Ehrfurcht, nicht nur aufgrund der schieren Grösse, sondern auch wegen ihrer Herkunft. Diese liegt in einer steinzeitlichen Vergangenheit. Eiswalze bringt Baumaterial Während der sogenannten Würm-Kaltzeit: Im...
Megalith-Türme: mehr als steinernes Kulturerbe
