Die Arbeit von Freiwilligen spielt in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle. Ohne sie würde vieles praktisch stillstehen, läge mitunter sogar im Argen. Das Bundesamt für Statistik hat Ende November 2021 Zahlen dazu veröffentlicht. Demnach führten 2020 in der Schweiz rund 1,2 Millionen Personen eine unbezahlte Tätigkeit im Rahmen von Organisationen, Vereinen oder öffentlichen Institutionen aus und 2,3 Millionen übernahmen informelle unbezahlte Tätigkeiten wie Nachbarschaftshilfe, Kinderbetreuung, Dienstleistungen oder Pflege und Betreuung von Verwandten und Bekannten. Das sind beachtliche Zahlen, hält das Bundesamt fest.
Und wie sieht es mit der Freiwilligenarbeit im Thurgau aus? Die Zahlen sind erfreulich positiv. Die Beteiligung der Thurgauer Bevölkerung an Freiwilligenarbeit liegt demnach mit 41,9 Prozent leicht über dem Schweizer Durchschnitt von 41 Prozent. Auffällig: Dazu trugen vor allem die Frauen bei. In Zahlen: Im Thurgau des Jahres 2020 leisteten 39,1 Prozent der Männer und gleich 45 Prozent der Frauen Freiwilligenarbeit. Auch was den Zeitaufwand betrifft, liegen die Frauen vorne: Die freiwillig aktiven Personen in der Schweiz investierten 2020 im Durchschnitt 4,1 Stunden pro Woche für dieses Engagement – im Thurgau die Männer 3,8 Stunden und die Frauen 4,9 Stunden.
Erwähnenswert auch: Über die eigene Freiwilligenarbeit spricht man nicht gern. Natürlich ehrt diese Bescheidenheit grundsätzlich. Aber Gutes tun und darüber reden kann in diesem Zusammenhang auch wertvoll sein – als Motivation für andere.
Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre mit der vorliegenden 18. Ausgabe des Jahrbuchs UNSER THURGAU. Verbunden mit einem herzlichen Dank an alle, die in irgendeiner Form Freiwilligenarbeit leisten. Frauen und Männer.
Editorial Unser Thurgau 2022 von Peter Büchel, Chefredaktor
