Für die Biberfamilie im Fabrikkanal Bürglen war 2015 ein bewegtes Jahr: Im April wurde sie eingefangen, verbrachte dann fünf Monate in der Wildstation Landshut in Utzenstorf – und wurde schliesslich im September wieder in ihrem angestammten Revier freigelassen.

Jungbiber in der Transportkiste

Das Muttertier bei der Freilassung
Seit einigen Jahren bewohnen auch Biber, die unter bundesrechtlichem Schutz stehen, das Kanalsystem des Kraftwerks Bürglen. Wegen der vorübergehenden Trockenlegung des Kanals und Sanierungen der Kanalmauern konnten die Biber ihr Revier während der Bauphase nicht mehr nutzen. Die Jagd- und Fischereiverwaltung hatte sich deshalb mit Zustimmung des Bundes für eine vorübergehende Evakuation der Biber entschlossen. Im April 2015 war es soweit: Die Biberfamilie wurde durch die Jagd- und Fischereiverwaltung unter Mithilfe der Biberfachstelle des Bundes eingefangen und rund fünf Monate unter fachkundiger Betreuung in der Wildstation Landshut in Utzenstorf gehalten. Die aus zwei Eltern- und drei Jungtieren bestehende Biberfamilie konnte dann am 22. September 2015 wieder in ihrem angestammten Revier freigelassen werden. Während der Bauphase haben die Kraftwerksbetreiber im Kanalsystem zwei künstliche Biberbauten und mehrere Ausstiege für die Wildtiere erstellt.

Ein Jungbiber wird für die Freilassung aus der Transportkiste gehoben. Rechts: Christof Angst von der Biberfachstelle des Bundes, links: Michael Vogel von der Jagd- und Fischereiverwaltung Thurgau.
Fotos: Klaus Robin, Robin Habitat AG
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